Projektwoche „Konsum“ mit Stadtrundgang, Ausstellung und Filmkritik

Zwei Projektbeispiele aus der Projektwoche „Konsum“: zum einen die Gruppe, die für den Weltbewusst-Stadtrundgang der Bundjugend zwei Stationen erarbeitet hat (unterstützt von Naturfreundejugend und Bundjugend):

… und zum anderen die Gruppe, die ein Video für den Klimapreis der Stadt Potsdam zum Thema Verpackungsmüll bei Kosmetik gedreht hat (unterstützt von metheaplus Medienpädagogik und bluechildfilm). Auch die PNN berichtete.

 

 

Insgesamt waren ca. 20 DaVinci-Gruppen aus Jahrgang 9 am Start, dazu noch mehrere Schulen aus ganz Potsdam (Netzwerk „Schulen einer Stadt“). Eine gemeinsame Projektpräsentation findet am 8. März im Bildungsforum statt. Dann auch das Angebot eines geführten konsumkritischen Stadtrundgangs unter Beteiligung der SchülerInnen.

Im Rahmen der Schulkinowochen von Filmernst.de sah sich der gesamte Jg.9 die Dokumentation „Das System Milch“ im Thalia-Kino an. Folgende Rezension wurde von einer Schülerin verfasst:

Zum Abschluss der Projektwoche Konsum waren wir, der 9.Jg., im Thalia-Kino bei den Filmernst.de-Schulkinowochen und haben die Dokumentation „Das System Milch“ (Andreas Pichler, ARTE 2017) gesehen. Es war erschreckend, beobachten zu müssen, wie überzüchtet die heutigen Industriekühe sind. Ich war geschockt, als eine Kuh mit einem viel zu großen Euter auf einer Schau laufen musste, obwohl das auf Grund der überdimensionalen Größe ihres Euters kaum möglich war. Ebenfalls nicht nachvollziehbar war für mich, dass in der Industrie die Kühe eine durchschnittliche Lebenserwartung von 5 Jahren haben, obwohl eine normale Landkuh bis zu 20 Jahre alt werden könnte. Das liegt offenbar daran, dass die Industriefarmer eine Kuh als „unbrauchbar“ ansehen, sobald diese nicht mehr imstande ist, trächtig zu werden.

Ich bin der Meinung, dass die Kleinbauern, die ihre Tiere artgerecht halten und pflegen, mehr Unterstützung vom Staat und von den Verbrauchern bekommen sollten. Es sollte mehr von Biohöfen gekauft werden, als Produkte aus der Massentierhaltung. Das wäre ein Schritt, den jeder Verbraucher von sich aus machen könnte. Das würde der industriellen Massentierhaltung in der Milchproduktion zeigen, dass es auch anders geht. Überhaupt sollte man die Massentierhaltung verbieten, nicht nur wegen des Tierwohls, sondern auch aufgrund des massenhaften Gülle, für die wir zu wenig Fläche haben und deren Ausbringen enorme Treibhausgasemissionen und Trinkwasserverschmutzungen verursacht.

Lynn Storch, 9.2

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