Interviews Paris / Klimaziel 1,5 Grad = Kohleausstieg 2025

Nach einer aktuellen Studie des NewClimate-Instituts ist das Klimaziel 1,5 Grad nur mit drastischen Mitteln erreichbar. Kohleausstieg bis 2025, 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2035. Die maximale Erderwärmung um 1,5 Grad ist die „rote Linie“, die zu überschreiten einen unkontrollierbaren Klimawandel bedeuten würde.  Auf der „red line“-Kundgebung in Paris am 12.12.2015 (parallel zur Klimakonferenz „Cop21“) befragten wir Teilnehmer nach deren Beweggründen, Motivation und Hoffnung, zum Beispiel Jeru aus den Niederlanden.

Interviewer: Was motiviert dich heute hier zu sein?
Jeru: Wir müssen unser System ändern.. Wir müssen es jetzt ändern, denn sonst, wenn wir noch länger warten, überschreiten wir die Grenze. Das ist die „red line“. Wir müssen etwas unternehmen.

Unter den unzähligen Menschen war auch die sogenannte Clownsarmee am Start, eine Gruppe von Aktivisten, deren Ziel es ist, Kundgebungen durch Satire zu bereichern und gegenüber der Polizei zu deeskalieren.

I: Wer seid ihr?
Zwei Clowns: Wir sind die Clowns von der Clownarmee und wir sind heute hier, weil der Klimawandel gecancelt wurde. Wir wollen allen sagen, dass sie nach Hause gehen können. Und ihr könnt es wie alle großen Unternehmen machen, euch mit „green water“ waschen. So wie mein Freund hier, schaut mal! [Die andere Clownin wäscht sich und jauchzt dabei vor Vergnügen.] Also geht zurück nach Berlin und sagt allen, dass es den Klimawandel nicht mehr gibt!

Außerdem trafen wir drei Studenten aus Heidelberg. Ann Kathrin, Matz und Julia schilderten uns uch ihre Beweggründe.

I: Habt ihr euch privat oder innerhalb der Uni organisiert?
Julia: Also wir befinden uns gerade auf einer Exkursion unseres Studienfaches Geographie, sind aber inoffiziell hier auf der Demo dabei.

I: Und was bewegt euch dazu heute hier dabei zu sein?
Matz: 2014 wurden weltweit das erste Mal mehr erneuerbare Energien installiert, als die „Oldschool-Technologien“ zusammen, es besteht auf jeden Fall die Möglichkeit das Weltklima zu retten. Jetzt müssen die Menschen es gemeinsam nur noch wollen.
Ann Kathrin: Ich finde die jüngere Generation muss erhört werden und gerade hier sind tausende von jungen Leuten. Es ist toll, dass hier so viele zusammenkommen und gehört werden, hoffentlich..
Julia: Meine Hoffnung ist eigentlich, dass die menschliche Seite mehr in den Vordergrund rückt, denn im Moment läuft das alles eher auf politischer Ebene ab. Dabei werden oft die Menschen vergessen, die vom Klimawandel krass betroffen sind. Sie werden teilweise von den Verhandlungen ausgeschlossen, oder nicht erhört, weil sie keine politische Macht haben. Ich hoffe, dass diese in Zukunft größer wird.

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