Climate Justice Now

„Klimagerechtigkeit jetzt!“ war die zentrale Forderung zehntausender Menschen, die während der zweiwöchigen Klimakonferenz „Cop21“ in Paris weltweit auf die Straße gegangen sind. Mehrere Schüler unserer Schule waren am 12.12. um 12 Uhr in Paris am Arc de Triomphe und Eiffelturm mit dabei, um gemeinsam und friedlich für ein ehrgeiziges und faires Klimaabkommen zu demonstrieren. Politische Vertreter von 196 Ländern, Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaftsleute fragten sich auf der Konferenz: „Wie sieht die Zukunft der Erde aus, wenn es immer wärmer wird? Wieviel Zeit ist noch, um den Klimawandel zu bremsen?“ Hier galt es, eine internationale Lösung zu finden, auf die sich alle Länder der Vereinten Nationen im Konsens einigen mussten.

Der enorme Energieverbrauch und das Leben im Überfluss kosten nicht nur Geld, sondern unzählige unschuldige Leben. Temperaturanstieg und steigende Meeresspiegel stellen eine Bedrohung für alles Leben auf der Welt dar. Auf vielen Schildern in Paris stand: „Wir kämpfen nicht für die Natur. Wir sind die Natur, die sich selber verteidigt“. Umso wichtiger ist es, dass mehr und mehr Menschen anfangen, Engagement für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft zu zeigen. Gemeinsamer und öffentlicher Protest zeigt, dass ein schnelleres Umschalten auf 100% Erneuerbare notwendig ist, um den Temperaturanstieg wirklich auf 1,5°C zu begrenzt.  Es war beeindruckend, in Paris zu sehen, wie viele Menschen sich dafür einsetzen.

Wir haben die Kundgebung „Red Lines – Bis hierher und nicht weiter“ von Arc de Triomphe zum Eiffeltrum per Video und Audio mithilfe der Medienpädagogin Kristin Ehlert dokumentiert. Das Schneiden dauert noch, eine Kurzclip der Organisatoren findet sich vorab schon hier:www.d12.paris und Fotos finden sich auf dem Blog der Klimawerkstatt www.klimareporter.eu Einige Forderungen der Protestierenden haben Spuren im beschlossenen Klimavertrag hinterlassen (v.a. das 1,5°C-Ziel) und machten eine breite Masse von Menschen auf ein (lebens-)wichtiges Thema aufmerksam. Ein großes Lob richte ich an die Organisatoren der Coalition Climat 21 und 350.org, welche all dies ermöglichten, an die Polizei, dank welcher alles sicher verlaufen ist, und unserer Schule, dafür dass sie großes Engagement in diesem wichtigen Thema zeigt und wir nach Paris fahren durften, um Teil der neuen Klimabewegung zu sein.

Leo Westphal

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