Advent, Advent die Erde brennt!

Video: https://www.potsdam.tv/mediathek/31441/Schulstreik_fuer_das_Klima.html

Was nicht im PNN-Bericht vorkommt: Es fand eine mobile Menschenkette rund um den Landtag statt. Abschließend trafen sich Vertreter_innen von mehr als 10 Schulen im Filmmuseum, um sich zu vernetzen und den nächsten Freitag der Serie #FridaysForFuture am 18.1.2019 vorzubereiten. Treffpunkt: Landtag. Uhrzeit: 14 Uhr. #climatestrike

Finale in Katowice: Greta und #climatestrike

Die Aktion „Keep it in the ground“, auf dem Konferenzgelände von COP24, die der Seminarkurs 13 heute mittag mit Lisa Badum per Skype live verfolgen konnte, hat es in die Hauptnachrichten geschafft: Tagesschau 14.12.2018. Außerdem: Gretas Rede vor der UN-Klimakonferenz (deutliches Englisch, deutliche Aussage). Eine Fotostrecke des Schulstreiks heute (14.12.2018) in Berlin: auf Spiegel Online und auf Twitter #climatestrike oder #FridaysForFuture oder #klimastreik oder #schoolstrike4climate oder #extinctionrebellion (geht auch ohne Twitter-Konto).

Für die nächsten Freitage gibt es Anleitungen, für Schüler_innen/Eltern/Lehrer_innen: das howtoclimatestrike von 350.org  (runterscrollen für Deutsch, das Datum wird noch aktualisiert), das howto der Bundjugend  sowie der whatsapp-chat für die nächsten Berlin-Potsdamer #FridaysforFuture. Besonders wichtig: Freitag der 25.1. und Freitag der 1.2., weil das die letzten zwei Sitzungen der Kohlekommission sind. Democracy Now berichtet weiterhin live von der Klimakonferenz, die nun erst am Sonntag zu Ende gehen soll. Erwartungen? Laut Greta: keine. „The power belongs to the people!“

Jugend Rettet im Thalia-Kino: „Iuventa – Der Film“ am Menschenrechtstag

Alle Schulen mit Courage Potsdams waren eingeladen zum Menschenrechts-Kino am 10.12. mit der Dokumentation über Jugend Rettet: „Iuventa – Der Film“. Auch Potsdamer waren in der Crew, bis dass das Schiff unter fadenscheinigen Begründungen von der italienischen Justiz konfisziert wurde. Zum aktuellen Stand des Rechtsstreits: PNN Bericht und #solidarityatsea und #seebrücke.  Zuletzt hatten Potsdam Stadtverordnete positiv darüber abgestimmt, mehr Geflüchtete und sogar eine Patenschaft für eine laufende Seenotrettungsaktion zu übernehmen (PNN-Bericht).

Die Auswirkungen des Klimawandels und die betroffenen Menschenrechte – 70 Jahre Menschenrechtserklärung

Auswirkungen des Klimawandels

Unwetterkatastrophen (Pink) wie Stürme, Starkniederschläge und Überflutungen kosten vielen Menschen das Leben. Schäden an Ökosystemen gefährden die Ernährungssicherheit bzw. Lebensgrundlagen.

Schmelzende Gletscher (Dunkelgrün) und die damit verbundene langfristige Verringerung der Wassermenge in Flüssen gefährden die Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung. Durch das Schmelzen des Eises an den Polkappen kommt es zu einem Anstieg des Meeresspiegels.

Durch den steigenden Meeresspiegel (Blau) werden tief liegende Küstenzonen und ganze Inselstaaten langfristig unbewohnbar. Böden und Grundwasser versalzen.

Steigende Temperaturen und lang anhaltende Trockenzeiten führen zu Wüstenbildung und Dürren (Gelb). Sie erschweren die Landwirtschaft und verschlechtern den Zugang zu sauberem Wasser. Seuchen wie Malaria nehmen zu. Hitzewellen und Smog belasten die Gesundheit. 

Die wichtigsten Menschenrechte, die vom Klimawandel bedroht sind

Recht auf Leben

Extreme Wetterereignisse in der Folge des Klimawandels führen direkt zu vielen Todesfällen, dazu kommen Dürren, Hitzewellen, Krankheiten mit weiteren Opfern. Auch vorsichtige Schätzungen gehen von gegenwärtig jährlich mehr als 150 000 Toten infolge von Ereignissen aus, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Verschiedene Berichte sprechen von rund 400 000 Opfern pro Jahr, eine Zahl, die bis 2030 auf 700 000 ansteigen könnte.

Recht auf Nahrung

Die Weltbank schätzt, dass bei einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 2 Grad Celsius zwischen 100 Millionen und 400 Millionen Menschen mehr von Hunger bedroht wären als heute. Jedes Jahr könnten über 3 Millionen zusätzliche Todesfälle durch Unterernährung verursacht werden.

Recht auf Wasser und Hygiene

Dem Weltklimarat IPCC zufolge wird in den meisten trockenen Regionen der Zugang zu sauberem Trinkwasser erschwert. Durch steigende Meeresspiegel sind auch in Küstengebieten Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit zu erwarten. Laut einem Bericht der Weltbank kann ein durchschnittlicher Temperaturanstieg von 2 Grad weltweit dazu führen, dass 1 bis 2 Milliarden Menschen nicht mehr genügend Wasser haben, um ihren Bedarf zu decken.

Recht auf Gesundheit

Laut Berichten der Weltbank werden gesundheitliche Auswirkungen z.B. durch hitzebedingten Smog verschlimmert. Überschwemmungen führen vermehrt zu Infekten wie Malaria oder Durchfall. Höhere Unterernährungsraten verschlechtern die Lage zusätzlich.

Recht auf Selbstbestimmung

Die Folgen des Klimawandels schränken die Wahl der Menschen und ganzer Völker ein, ihren Lebensstil und ihre Existenzgrundlage frei zu wählen. Dazu kommt die Vertreibung von ganzen Völkern z.B. durch Überflutung von Inselstaaten.

Recht auf Wohnraum

Das Recht auf eine angemessene Unterkunft wird in vielerlei Hinsicht bedroht. Extreme Wetterereignisse zerstören die Häuser einer Vielzahl von Menschen direkt. Dürre, Erosion, Überschwemmungen und der ansteigende Meeresspiegel machen Gebiete unbewohnbar, was zu Vertreibung und Abwanderung führen kann.

Weitere Menschenrechte

Der Klimawandel betrifft aber auch viele weitere Rechte, wie z.B. das Recht auf Entwicklung oder die Rechte indigener Völker (z.B. durch Vertreibung). Dadurch, dass die Staaten ihre Ressourcen für die Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels einsetzen müssen, werden Mittel für die Umsetzung verschiedener Menschenrechte eingeschränkt, so zum Beispiel für das Recht auf Gesundheit, auf Unterkunft oder das Recht auf Bildung. Die knapper werdenden Ressourcen können Gründe für bewaffnete Konflikte sein, die wiederum das Recht auf Leben gefährden.   

Quelle: https://www.amnesty.ch/de/ueber-amnesty/publikationen/magazin-amnesty/2018-2/die-auswirkungen-des-klimawandels-und-die-betroffenen-menschenrechte

Kohleausstiegs-Demos zu Beginn der Klimakonferenz in Katowice

Mehrere zehntausend Menschen in Köln und Berlin fordern schnellen Kohleausstieg auf Kohle-Klima-Demos! (rbb-Video, 2min)

Michael Kopatz (Wuppertal Institut): „Engagiert Euch! Druck aus der Öffentlichkeit bewegt Politik!“ (Interview, 10min)

Tägliches Programm im Katowitzer „Climate Hub“ von Greenpeace, inklusive die tägliche Verleihung des Schmähpreises Fossil of the Day für einzelne Länder

NEU 8.12. (Samstag): Protest-Tag in Katowice und in Berlin (Rote Linie 2018)

Greta Thunberg meets UN General Secretary:
https://www.youtube.com/watch?v=BdIQlK6JGJs

Greta interviewed by Amy Goodman: 
https://www.youtube.com/watch?v=0TYyBtb1PH4

Kommentar:       „Das Großexperiment hat begonnen