7. Woche Klimafasten: Über Veränderung nachdenken

„Imagine“, in der UNICEF-Version heute von der 7d als Mottosong für die Woche gefunden! In der Klasse auch Vertreterinnen der SV, die Veränderung beim Schulessen anstoßen wollen, hin zu mehr Nachhaltigkeit und Ausgewogenheit. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung warnt: Zu viel Fleisch an deutschen Schulmensen! Oder der Experte vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung im Interview feststellt: „Der Haupthebel [zur Reduzierung der Emissionen aus der Landwirtschaft] liegt in der Veränderung unserer Ernährugsgewohnheiten!“ Auch Regisseur Valentin Thurn im Kinofilm 10 Milliarden, von der 8a heute diskutiert, argumentiert in dieselbe Richtung: „Würden alle Menschen den Fleischkonsum Europas nachahmen, bräuchten wir 3-4 Planeten!“ Also, das Gespräch mit dem Schul-Caterer ist bereits terminiert. Im Vertrag steht ja bereits, er würde sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung „orientieren“ (pro 5-Tage-Woche: 2x Fleisch, 1x Fisch, 2x Vegetarisch). Umsetzen wäre noch besser!

Kir

5. Woche Klimafasten: Weniger Energie verbrauchen

Schon gewusst? Bei der Raumtemperatur ergibt 1 Grad weniger eine Energie- und somit Kostenersparnis von 6%! Ideal sind 18-20 Grad. Weitere Tipps hier. Oft übersehen wird jedoch die Energiebilanz unterschiedlicher Papierarten:

1 Blatt Frischfaserpapier hat dieselbe Energiebilanz wie 3 Blatt Recyclingpapier. Potsdam war „Bester Newcomer“ im Papieratlas des Jahres 2017, indem die städtische Verwaltung ihren Recyclinganteil von 54% auf über 95% gesteigert hat. Auf Grundlage eines Stadtverordnetenbeschlusses zur umweltfreundlichen Beschaffung wurden auch die Schulen angewiesen, Recyclingpapier zu verwenden. So konnte nicht nur Biodiversität erhalten werden (Wälder!), sondern auch Energie gespart werden (siehe Graphik oben).

Kir/SV/8d

Klima, Macht, Flucht und Diskriminierung

Auf der kürzlich in Bonn vorgestellten neuen Webseite www.klimaflucht.de finden sich Fotos gemischt mit Audio-Beiträgen von Menschen, die aufgrund veränderter klimatischer Bedingungen ihren bisherigen Wohnort verlassen mussten.

Zur Zeit laufen die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, bei denen neben Diskriminierung, Antisemitismus, Rechtspopulismus und Zivilcourage auch Klima und Flucht mitgedacht werden. Und „Macht“, denn es sind die ärmsten, „ohnmächtigsten“ und unter zumeist unfairen Handelsbeziehungen leidenden Länder, die zusätzlich auch noch vom Klimawandel betroffen sind.

Folgende sechs Veranstaltungen der DaVinci-Schule stehen (standen) im Zusammenhang mit den Internationalen Wochen gegen Rassismus:

  1. MdB Karamba Diaby las aus seinem Buch Mit Karamba in den Bundestag

2. In der Österreichischen Botschaft Berlin trafen zwei Klassen auf Hans Menasse, der als 8jähriger aus Nazi-Deutschland fliehen konnte:

3. Die Initiative „Gesicht zeigen“ führte ein „Bus“-Rollenspiel zum Thema „Zivilcourage“ im DS-Raum der DaVinci durch:

4. Nächste Woche bietet die Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“ ein Rollenspiel-Diskussionstraining an der DaVinci an. Hier zugleich dieeine Einladung für den europaweiten Aktionstag am Samstag:

5. Alle Potsdamer Schulen mit Courage trafen sich zur Eröffnung der „(Potsdamer) Wochen gegen Rassismus“ im Rathaus, um gemeinsame Aktionen zu planen, so z.B. innerhalb des Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“, das am Sonntag, 18.3., 14-16 Uhr eine friedliche Gegenkundgebung zu einer Demonstration von Holocaust-Leugnern plant.

6. SchülerInnen der Oberstufe fahren am Freitag zur Leipziger Buchmesse, u.a. um an Veranstaltungen des Bündnisses „Verlage gegen Rechts“ und der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung teilzunehmen.

Klimafasten Woche 3: Anders essen mit Kale Chips und ohne Pestizide

Die „Kochen ohne Knochen“-Werkstatt setzte das Fastenmotto der 3.Woche, „Anders und achtsamer kochen und ernähren“ mit folgendem Rezept-Experiment um: „Kale Chips“, d.h. Gemüsechips aus unbehandelten Wirsing! Ein sinnvoller Trend, der das zur Zeit saisonale Gemüse Wirsing, Grünkohl und andere Kohlsorten geschmackvoll in Szene setzt. Zahlreiche youtube-Tutorials bieten Rezepte an, unser Vorbild war dieses, aber auch dieser Galileo-Beitrag und nicht zuletzt Sternekoch Norman Müller, der sich mit witzigen Fotos in Schulen sehr für die „Wiederentdeckung“ von Kohl und Co. einsetzt:

SchülerInnen aus Jahrgang 8 und der Seminarkurs Nachhaltigkeit aus Jahrgang 12 nahmen die 3.Fastenwoche zum Anlass, die Ausstellung „Irrweg Pestizide“ im Potsdamer Landtag zu besuchen. Alle 13 Poster der Ausstellung sind hier zu sehen. Das Beispiel der pestizidfreien Gemeinde Mals in Österreich („Die Gallier aus Südtirol“) wird auf dem letzten Poster als positiver Ausblick gebracht, ebenso wie das Zitat der berühmten Primatenforscherin und Vordenkerin Jane Goodall zur ökologischen Intelligenz des Menschen: „Eines Tages werden wir zurückblicken auf dieses Zeitalter der industriellen Landwirtschaft und uns kopfschüttelnd fragen, wie wir jemals der Idee haben Glauben schenken können, es sei gut, unser Essen mithilfe von Giften zu produzieren.“ Aktuell stellt die europäische Lebensmittelbehörde EFSA konkrete Forderungen an die Politik, das dramatische Insektensterben durch das Verbot einer Reihe von Pestiziden, den sogenannten „Neonics“, zu verlangsamen. Schließlich machte schon Albert Einstein darauf aufmerksam: „Wenn die Bienen sterben, sterben die Menschen!“ und auch der Buch-Klassiker von Rachel Carson „Der stumme Frühling“ fordert alle dazu auf, jetzt im sich anbahnenden Frühling einmal genau hinzuhören, wie es um die Vielfalt auf dem Land bestellt ist.

Werkstatt KoK, 8d und Seminarkurs Nachhaltigkeit