Zukunftswerkstatt

DSC_0352Darum geht’s

2015 ist ein besonderes Jahr für den Klimaschutz. Mit der Weltklimakonferenz in Paris erlebt die Klimadiplomatie ihren vorläufigen Höhepunkt; Ziel muss es sein, ein ambitioniertes und vor allem völkerrechtlich verbindliches Abkommen zum Schutz des Klimas und zur Begrenzung der Erderwärmung unterhalb 2 Grad Celsius zu erreichen. Nur so lässt sich der Weg in eine globale klimaneutrale Gesellschaft ebnen. Da die Klimakrise trotz allen Wissens um ihre ökologischen Folgen in ihrer gesamten Konsequenz nicht vorhersehbar ist, wollen wir uns mit einer Zukunftswerkstatt dem Klimaschutz einmal auf etwas anderem Wege nähern.

Auf unserer Zukunftswerkstatt Klimaschutz wollen wir mit der Szenario-Methode mit einer Bandbreite klimapolitisch relevanter Akteurinnen und Akteure in den Dialog kommen über mögliche Entwicklungspfade unserer Welt bis zum Jahr 2050. Die adressierten Themenbereiche sind breit gefächert und reichen u.a. von Landwirtschaft über Migration und Sicherheit bis hin zu Tourismus, der Versicherungsbranche und der Energiewirtschaft. Dadurch wollen wir gemeinsam mit Ihnen nach einem ganzheitlichen Ansatz für den Wandel zur klimagerechten Gesellschaft suchen und zugleich ein Bewusstsein für die Verantwortung aller für engagierten Klimaschutz wecken.

Programm

09.00

Anmeldung

10.00

Begrüßung

Annalena Baerbock MdB
Sprecherin für Klimapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

10.10

Eröffnung

Dr. Anton Hofreiter MdB
Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

10.25

Keynote

Achim Steiner (angefragt)
Exekutivdirektor UNEP

10.45

Workshop-Phase I: Szenarien-Präsentation

12.45

Mittagspause

14.00

Und wer denkt an uns?

Johannes
Botschafter von „Planet for the Planet“

14.15

Workshop-Phase II: Lösungsansätze

Workshop 1: Industrie und Unternehmen
mit Annalena Baerbock MdB
Sprecherin für Klimapolitik

Workshop 2: Versicherungs- und Finanzbranche
mit Lisa Paus MdB
Sprecherin für Steuerpolitik

Workshop 3: Energiewirtschaft
mit Dr. Julia Verlinden MdB
Sprecherin für Energiepolitik

Workshop 4: Kommunen, Stadt- und Regionalplanung
mit Chris Kühn MdB
Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik

Workshop 5: Mobilität
mit Dr. Valerie Wilms MdB
Nachhaltigkeitsbeauftragte

Workshop 6: Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung und Ernährung
mit Oliver Krischer MdB
Stellv. Fraktionsvorsitzender

Workshop 7: Frieden und Sicherheit
mit Jürgen Trittin MdB
Mitglied im Auswärtigen Ausschuss

Workshop 8: Entwicklungszusammenarbeit und Migration
mit Uwe Kekeritz MdB
Sprecher für Entwicklungspolitik

16.15

Kaffeepause

16.45

Präsentation der Ergebnisse

17.15

Ausblick

Bärbel Höhn MdB
Vorsitzende des Umweltausschusses

17.30

Ende der Veranstaltung

283 Flüchtlinge sind in Potsdam angekommen

Über 280 Flüchtlinge wurden heute nach Potsdam gebracht. Weitere werden erwartet, für bis zu 1000 Asylsuchende will das Land Brandenburg auf dem früheren Regierungsstandort Platz schaffen. Hilfe kommt von Freiwilligen.

In einer aktuellen Studie legen Colin Kelley von der University of California in Santa Barbara und seine Kollegen nahe, dass ein Grund für den Bürgerkrieg in Syrien der vom Menschen verursachte Klimawandel ist! Stefan Rahmtorf untermauert das in der aktuellen Ausgabe des Umweltmagazins zeozwei der taz.

Zwischen 2006 und 2010 herrschte im Nahen Osten und Syrien eine Dürre „und bildete damit vielleicht den Zündfunken, der zum offenen Krieg führte“, sagt Richard Seager, Klimatologe am Columbia University’s Lamont-Doherty Earth Observatory, welcher an der Studie mit beteiligt war. Die Forscher betonen weiter: „Eine Dürre kann zu verheerenden Konsequenzen führen, wenn sie auf eine bereits verletzliche Gesellschaft trifft“. Bereits in den 1950er, 1980er und 1990er Jahren traten in dieser Region starke Dürren auf, doch keine viel so heftig aus, wie die zwischen 2006 und 2010. Modellrechnungen sprechen dafür, dass diese Dürre nicht alleine durch natürliche Faktoren hervorgerufen worden ist, sondern der von Menschen verursachte Klimawandel eine entscheidende Rolle spielt und damit wesentlich zum Syrienkonflik beigetragen hat.

Seit Beginn des letzten Jahrhunderts wurde es rund um das Mittelmeer trockener. Der Weltklimarat IPCC prognostiziert, dass mit der fortgesetzten Erderwärmung die Austrocknung des Nahen Ostens voranschreitet, was angesichts der wachsenden Bevölkerung die Spannungen vor Ort weiter verstärken dürfte.

Dies sieht auch Stefan Rahmstorf so. In der aktuellen Ausgabe Umweltmagazins zeozwei der taz untermauert er die Ergebnisse der Studie und betont, dass die Dürren der letzten 25 Jahre im Nahen Osten und Syrien nur mit Hilfe des anthropogenen Klimawandels erklärt werden können und diese sehr wahrscheinlich entscheidend zum Bürgerkrieg beigetragen haben. Der WBGU (Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen) in dem Stefan Rahmstorf vertreten ist teilt diese Auffassung, betont Stefan Rahmstorf in zeozwei.

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p style=“text-align: justify;“>Quelle: https://www.science-skeptical.de/blog/neue-studie-ein-grund-fuer-den-buergerkrieg-in-syrien-ist-der-vom-menschen-verursachte-klimawandel/0013837/zeozwei

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