Klimawerkstatt heute im Freien Radio Potsdam / Weltklimarat veröffentlicht neuen Bericht

Klimawerkstatt im Freien Radio Potsdam

In der Naturreporter-Sendung mit Moderator Erich Benesch, heute (Montag, 31.3.2014) ab ca. 19.15 Uhr im Livestream auf www.frrapo.de/player

Themen sind die Radtour letzten Donnerstag zum Braunkohletagebaugebiet rund um Cottbus und die eingefangenen Interview-Stimmen zur Energiewende-Kundgebung in Potsdam am 22.März. Außerdem erklingen Snapshot F34 mit Braunkohlezählereinige aktuelle Lieblingssongs der Schüler. Ein nachhörbarer Mitschnitt der Sendung folgt hier.

Übrigens: Seit Beginn des Aufrufens dieser Seite und Lesen dieses Blogeintrags sind geschätzt 183 Tonnen Braunkohle im KKW Jänschwalde verfeuert worden (ca. 2 Tonnen pro Sekunde). Der eigentliche Zähler findet sich auf www.braunkohle.info Ein Snapshot davon rechts im Bild.

Ebenfalls heute berichten zahlreiche Medien über die jüngste Tomicek Alarmglocken als KlingeltonVeröffentlichung  des UN-Weltklimarat IPCC zur Klimakrise. Zwei Hörfunk-Beispiele, wie darüber berichtet wird, zum Nachlesen und Nachhören, sowie eine Karikatur:

(Kir)

Earth Hour 29.3.: Jeder kann Stromwechseln

Earth Hour 29.3.2014

Damit es nicht nur ein Symbol bleibt, wenn heute weltweit alle bekannten Sehenswürdigkeiten zu einer verabredeten Uhrzeit am Abend eine Stunde lang mal im Dunkeln stehen statt hell beleuchtet zu werden: die Klima-Werkstatt hat schon im Januar recherchiert und alle jenen unabhängigen Stromanbieter herausgefunden, die in ihrem Strom-Mix 100% erneuerbare Energien aufweisen. Aus eigener Produktion, also kein Zukauf über die Strombörse in Leipzig und auch mit der Verpflichtung, die Gewinne in den Zubau weiterer erneuerbarer Stromquellen zu investieren. Es gibt vier Anbieter, die deutschlandweit sauberen Strom liefern. Zwei davon sind nicht gewinnorientierte Genossenschaften:

Wer also den herkömmlichen Strom-Mix in Deutschland – wie ihn man uns am PIK erklärt hat – mit 45% Kohlestrom, 24% Erneuerbaren, 17% Atomstrom und 10% Gas weiter zugunsten der Erneuerbaren verschieben möchte, sollte zu 100% Erneuerbaren wechseln.

Rückblick und Ausblick: Das einminütige Mobi-Video für die Earth Hour am 23.3.2013 war besonders gelungen, klick mal hier. Nächstes Jahr, am 28.3.2015 wird auch die Stadt Potsdam dabei sein. Ein für eine Stunde unbeleuchtetes Stadtschloss, Schloss Sanssouci oder Brandenburger Tor am Luisenplatz setzt ein Zeichen. (Kir)

Lakoma? Abgebaggert! Mit dem Rad zum KKW Jänschwalde

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Vorankündigung: Klimawerkstatt im Freien Radio Potsdam am Montag, 31.3., 18.45 Uhr im Freiland Haus 2. Lageplan hier. Mit Interviews von Energiewende-Kundgebung, Lausitz-Radtour und aktuellen Lieblings-CDs! Livestream ab 19.15 Uhr auf www.frrapo.de/player 

Unsere Tour virtuell nacherleben? Das geht auf www.braunkohle.info

PNN-Bericht „Mit dem Fahrrad zur F60“ N.B. Unser Weg führte uns nicht entlang der stillgelegten Förderanlage F60 bei Finsterwalde, sondern entlang eines der co2-intensivsten Kohlekraftwerke Europas, des KKW Jänschwalde bei Teichland. Der Förderanlage F34 konnten wir vom letzten Haus des mittlerweile abgebaggerten Dorfes Lakoma aus beim weiteren Abbaggern zusehen.

Antje Kirchner erzählte uns von Lakoma: hier zum Anhören Antje und ihr Partner Herbert waren so (gast-)freundlich, uns durch ihre Region mit dem Rad sachkundig zu begleiten. Sie engagieren sich für www.kein-weiteres-dorf.de und das alljährlich stattfindende Klimacamp in der Lausitz, zu dem wir nun herzlich eingeladen sind. Danke Antje und Herbert für die interessante Radtour und die Zeit, die ihr uns geschenkt habt! Und das Filmmaterial!

Apropos geschenkt: Noch aus Warschau von der Klimakonferenz Cop19 stammten mehrere Couverts voller Saatgut für Kiefern (vgl. letztes Foto in der Slideshow oben) . Dieses Saatgut kommt nun zum Einsatz:  jeder, der mit in der Lausitz war und dort die Abholzungen zugunsten des Tagebaus mit eigenen Augen gesehen hat, sucht nun zu Hause einen geeigneten Standort für eine kleine Kiefer und postet ein Foto von der Pflanzaktion hier auf dem Blog. (Marvin war auf Konfi-Freizeit – du bekommst auch noch Saatgut, wenn du magst!)

Nicht nur für alle Mathefreaks noch eine ansprechende carbon visuals do the mathGrafik darüber, was es bedeutet, wenn z.B. das KKW Jänschwalde noch – wie vom Betreiber gewünscht – bis 2070 in Betrieb sein sollte: um den globalen Temperaturanstieg auf unter 2 Grad zu halten, darf  nur ein kleiner Teil der noch vorhandenen Reserven verbrannt werden. Mengenangaben der Kohle-Öl-Reserven in der Menge co2, die entstehen würde, wenn sie verbrannt werden würden. (Quelle: Carbon Visuals)

Wieder journalistisch unterwegs: O-Töne sammeln auf Energiewende-Kundgebung

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Fotos von oben: Malik interviewt Suleiman, Leon interviewt Antje, ohne Foto: Leon interviewt Johann Jakob (Audio hier)

Die gesammelten O-Töne werden voraussichtlich am 14.4.2014, von 19.15 bis 20 Uhr im Freien Radio Potsdam gesendet, mit Vertretern der Klimawerkstatt als Gast bei Moderator Erich Benesch. Hier das Lesezeichen für den Livestream: www.frrapo.de/player

Einer unserer Klimawerkstatt-„Radioreporter“ wurde auch selber interviewt, vom rbb. Er wurde zwar nicht gesendet, trotzdem war es eine gute Erfahrung hautnah zu erleben, wie die Profis ihre Fragen stellen. Der rbb- Bericht hier. Auch die Tagesschau hat über die Potsdamer Kundgebung berichtet: https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1381304.html

Auch aktuelle Karikaturen widmen sich dem Thema Energiewende:

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Alles würde gut. Bucherlös zu UNICEF

Climate justice now, Klimagerechtigkeit jetzt! Der Slogan aus Warschau klingt noch in den Ohren. Und er ist zentrales Thema in der Streitschrift alles würde gut„Alles würde gut“ des 15jährigen Felix Finkbeiner, des Mitbegründerts von „Plant for the Planet„, den jugendlichen Baumpflanzaktivisten. Am Tag der offenen Tür begann unser Verkauf der Bücher an interessierte MitschülerInnen und Eltern, anschließend war die Buchhandlung Viktoriagarten so nett, die Bücher auszulegen und mit einem Spendenaufschlag zu verkaufen. So kamen bislang 72 EUR zusammen. Als Spendenzweck haben wir UNICEF Philippinen bestimmt: Supertaifun Hayan hat dort im November die Lebensgrundlagen Viktoriagarteninsbesondere von Kindern fast komplett zerstört. In Warschau standen darum folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie gerecht ist es, wenn die einen Länder viel zum Klimawandel beitragen, aber wenig direkt davon zu spüren bekommen und die anderen Länder zwar nur wenig beitragen,  dafür aber die schwersten Folgen hinnehmen müssen? Sollte eine Art Schadensersatz geleistet werden für Klimaschäden an ganz anderen Orten? Dies ist tatsächlich bereits Teil der Klimaverhandlungen! Felix Forderung, jeder Mensch auf der Erde dürfe nur gleich wenig verbrauchen (z.B. 2 Tonnen co2 pro Jahr) wird ebenfalls diskutiert, wartet aber noch darauf umgesetzt zu werden. Dass das nur gerecht wäre, bestreitet wohl niemand. Aber was bist Du selber bereit für mehr Gerechtigkeit zu tun?

Energielotsen stellen Quiz vor, messen und skypen

 

 

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Die Energielosten der Klimawerkstatt haben heute begonnen, das Online-Energiequiz der Energiesparschule-Initiative anderen Klassen vorzustellen.  Zuerst war die 7a an der Reihe, die die Fragen schon ziemlich gut beantworten konnte. Als hilfreich beim Moderieren des Quiz stellte sich rückblickend der Besuch in der letzten Woche beim Filmgespräch der „Ökofilmtour on tour“ im Treffpunkt ökologischer fußabdruckFreizeit heraus,  wo Erfahrungen und Tipps zum „Ökologischen Fußabdruck“ vorgestellt und besprochen wurden. Teste deine Schuhgröße! Entweder hier (dauert eine Minute) oder hier und hier (ausführlicher) oder bei WWF Schweiz. Zugleich wurden bei der 7a auch die Geräte des Messkoffers eingesetzt (ideale Raumtemperatur: 18-20 Grad Celsius) und dafür geworben, das Energielotsen-Team zu verstärken. Wöchentliche Treffen und Energierundgänge (u.a. mit dem Hausmeister) immer Montags, 11.30-12.20 Uhr, Treffpunkt: Musikraum. Die Aufgaben der Lotsen sind hier zusammengefasst. In den kommenden Wochen werden alle Klassen nach und nach von den Energielotsen der Klimawerkstatt besucht, informiert und eingeladen, das Energielotsen-Team zu verstärken. Auf dem Frühlingsfest der Schule am 14.4. wird es eine Online-Energie-Quiz-Station auf dem Schulhof geben, außerdem wird auf „Energie-Fahrrädern“ ausprobiert werden können, wieviel Kraft es braucht, Wasser zum Kochen oder verschiedene Arten von Glühbringen zum Leuchten zu bringen.

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Mit den Messgeräten für Stromverbrauch (kw/h), co2-Gehalt (ppm), Raumtemperatur, Wärmeabstrahlung und Lichtstärke.

Foto rechts: P1230746

Skype-Verabredung zum Thema Energiesparen mit taiwanesischer Bloggerin, eine unserer Bekanntschaften aus Warschau. Hier der Blogeintrag, den sie über uns gemacht hat (auf Chinesisch, allerdings mit Foto). Das Foto rechts zeigt Jan beim vergeblichen  Warten auf die Anmeldung. Unser Techniker wird nächste Woche Schulfilter und Skype besser aufeinander abstimmen.

Besuch am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

KlimaAG am PIK crop

“Fragile”, zerbrechlich, steht auf dem Globus im Foyer des PIK. Nach dem Gespräch mit Paul und Christina, Doktoranden aus der Forschungsgruppe “Energiewende” von Prof. Edenhofer, wurde den Schülerinnen die Verwundbarkeit des Planeten noch deutlicher als ohnehin schon.

Mit dem Deutschlandradiobericht „Länderzeit Brandenburg“ wurde der Besuch im PIK nachbereitet und festgestellt, dass Potsdam und das weltweite agierende „Umweltbündnis der Städte“ jedes Jahr den lokalen co2 Verbrauch um 10% senken will – was bislang dank technischer Neuerungen gelungen ist, in Zukunft aber nur auch mit einem veränderten Nutzungsverhalten sprich mit Energiesparen gelingen kann.

Zurück in der Schule wurden entsprechende Ideen zum Themenkreis Klimaschutz, Energiesparen und -erzeugung entwickelt z.B. Standby aus, Recyclingpapier nutzen, weniger sinnlose PC-Nutzung, mehr klimafreundliches Essen (regional/saisonal/bio/vegetarisch), Smart-Meter- Technologie (das „intelligente“ Haus) inkl. Bewegungsmelder für Licht und Energiegewinnung durch Fußgänger auf bewegungsempfindlichen Gehwegen. Konkret wird als nächster Schritt der Schul-Caterer in Sachen Veggie-Day und das Sekretariat betreffs Recyclingpapier angesprochen.

Die nächste Exkursion soll zum Braunkohle-Tagebaugebiet Jänschwalde gehen, um herauszufinden, warum Brandenburg als Land eine tagebauvergleichsweise schlechte co2 Bilanz aufweist: 20t pro Kopf pro Jahr! Zum Vergleich, jede/r Deutsche/r verbraucht im Schnitt 10t pro Kopf pro Jahr. Der weltweit auf Dauer tragfähige Zielwert beträgt laut PIK 2t pro Kopf pro Jahr. Als Vorbereitung dient die Webseite www.braunkohle.info auf der ein virtueller Rundgang zu verschiedenen Bewohnern der Lausitz führt, die Auskunft über die Bedrohung ihrer Heimat geben.