Lange Nacht der Wissenschaften Berlin/Potsdam

Lange Nacht der Wissenschaften im Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung
Treffpunkt: Samstag, 24. Juni, 16.30 Uhr auf dem Telegraphenberg im Gebäude A31, Erdgeschoss, beim Riesen-Globus
Programm: Klima-Zeitmaschine (Science+Entertainment), Mission Blue Planet (Spiel), Eine kurze Geschichte der co2 Emissionen (Kurzfilm), Klima und Konflikte (Vortrag), Innovativer Neubau und Supercomputer (Rundgang Neubau A56), Klimafolgen in Deutschland (Mitmach-Station)
Eintrittskarte: 5 EUR dabei haben für Schülergruppenticket, gültig auch für das Alfred-Wegener-Institut
www.langenachtderwissenschaften.de

ADFC Sternfahrt Berlin 2017: Autobahnen als Fahrradwege

… mit mehreren radelnden DaVinci-TeilnehmerInnen! Eine Auswahl an Kommentaren, allesamt waren das erste Mal dabei (Nora, Hraban, Mahdi, Anne, Meret):
– “unglaublich, noch nie habe ich so viele Fahrradfahrer auf einmal gesehen”
– “chilig ohne Autos”
– “gute Stimmung, nächstes Jahr bin ich wieder dabei”
– “ich habe ein Liegeradtandem gesehen, auf dem die beiden Rücken an Rücken saßen”
– “war das eine Hitze beim Warten auf die Freigabe der Autobahn”
– “am besten alle Autobahnen zu Radwegen umbauen”

(Streckenplan von 2016 – aktuelles Video von 2017 folgt)

“Bin mal eben noch die Welt retten” – Diskussion am PIK

Mit den Soziologen Fritz Reusswig und Lutz Meyer-Ohlendorf haben wir am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung über Jugend und Klimaschutz diskutiert. Spannend der Neubau, der einem mitten im Wald wie ein Baumhaus vorkommt (siehe Foto). Beheizt wird er von der Abwärme all der Computer, die die Leute vom PIK brauchen, um die aktuellsten Klima-Entwicklungen und deren Folgen für uns Menschen durchzurechnen.

Überraschend war, dass Herr Reusswig gleich zu Anfang behauptete: Jugendliche seien derart mit sich selber beschäftigt, derart auf das Hier und Jetzt konzentriert, mit Fragen wie “Wer bin ich? Wer sind meine Freunde?”, mit der Schule, mit Taschengeld dazu verdienen, dass sie glauben, gar keine Zeit zu haben, sich mit etwas einem so großen Gegenstand wie DER ZUKUNFT zu beschäftigen. Wie könnte man trotzdem bei uns Jugendlichen Interesse wecken, z.B. für einen Klima-Jugendkongress?

Klar, Schule und Freunde und Hobbies nehmen viel Zeit in Anspruch. Das heißt aber nicht, dass Klimaschutz keinen interessiert. Aber wie sich engagieren? Reicht es, die Heizung ein Grad runterzudrehen? Weniger Fleisch zu essen? Statt der Fernreise lieber Urlaub in Europa machen, ohne dabei zu fliegen? Oder sich wöchentlich in einer Jugendgruppe zu treffen, um dort miteinander zu diskutieren und öffentlichkeitswirksame Aktionen zu planen? Email-Aktionen verbreiten, um PolitikerInnen und Unternehmen unter Druck zu setzen, Dinge anders zu machen?

Wie krass muss die Klimakrise sich erst noch entwickeln, um aktiv(er) zu werden? Um sich die Frage “Wer will ich sein?” selber zu beantworten mit “Ich bin ein Umdenker”, “Weltretter” oder schlicht “Klima-Aktivist”? Wie viel Wald muss erst noch verschwinden? Wie viele Arten aussterben? Wie viel Menschen vor Dürre und Wasserknappheit flüchten und dann – paradoxerweise – im Mittelmeer ertrinken?

Stichwort Kommunikation: Wie sollte Klimaschutz “rübergebracht” werden? Mit erschreckenden Statistiken, um “wachzurütteln”? Nach dem Motto: “Rette die Welt oder stirb!” Oder mit gelungenen Beispielen, um Begeisterung für eine “bessere” Welt zu wecken? “LemonAid, trinkend die Welt verändern!” (eine faire Limonade) oder “Gratis umweltfreundlich fahren, mit Bus&Bahn” (über kostenlosen Nahverkehr in Tallin, der Hauptstadt von Estland) oder “340 Millionen Menschen sind Vorbild genug” (die Anzahl der Vegetarier in Indien)

Fragen über Fragen. Wer möchte kommentieren?

(Text: Malik Deutrich, Justin Dreher, Florian Kirchesch)

Klimareporter dokumentieren Ende Gelände

Das Video ist fertig!

Noch in Arbeit sind Beiträge zu folgenden Aktionen:

  • MS Wissenschaft Besuch (Foto u.a. Exponat Plastikmüll)
  • Erntetour mit slowfood e.V. / Jugendschule Schlänitzsee 3.6.
  • Haus der Natur-Workshop am 2.6. (Gruppenfoto)
  • Insekten-Buffet 16.6. (Potsdam TV)
  • Grünes Klassenzimmer mit Naju 3.6.
  • Kindergipfel in Frankfurt a.M. mit Zukunftsvertrag (Fotos fb)
  • Klimafasten (vor Ostern) – Prämie von KIS (Poster)
  • “eco school ideas” Juni 2016 (Tafelbild)
  • Lichtschalter-Sticker-Aktion Juni 2016
  • Earth Day 22.4.: Gesammelte Musik-Links
  • Fukushima/Tschernobyl Ausstellung zu Gast an DaVinci (pdf)

Mehr Extremwetter in Deutschland

Der Klimawandel wird allmählich auch hier immer deutlicher spürbar. Extremwetterereignisse wie dieser Tage in Süddeutschland drohen häufiger zu werden. Die Autos, die im Wasserstrom mitgerissen wurden, erinnern eigentlich eher an den Tsunami in Japan, der zum Super-Gau in Fukushima führte, denn an ein normalerweise recht beschauliches Städtchen in Süddeuschland. Aufnahmen aus Braunsbach, Baden-Württemberg:

https://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/21325-starkregen-verwuestet-in-sueddeutschland

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-187647.html

Tornados waren bislang eher im Mittleren Westen der USA zu beobachten, neuerdings auch über Hamburg:

https://www.tagesschau.de/inland/tornado-hamburg-tag-danach-101.html

Kir

Mit NAJU im Cafe Madia: Zu gut für die Tonne

Moderiert von den TeamerInnen Sandra und Mario des Potsdamer NAJU (Jugendorganisation des Naturschutzbundes NABU) fand am Abend des 27.5. eine gemeinsame Kochaktion der Werkstätten “Klimareporter”, “Kochen ohne Knochen” und Freiwilligen aus der “Willkommensklasse” statt. In der Küche des ehrenamtlich betriebenen Cafe Madia wurden folgende biovegane Rezepte gemeinsam zubereitet:

Spargelsuppe
Saisonale Spargelsuppe aus der Region
Tabule ping
Arabische Tabule

Alle Lebensmittel waren zuvor von der Potsdamer Gruppe “Lebensmittel-Retter” vor dem unnötigen Wegwerfen bewahrt worden.

Außerdem wurde mit Materialien des NAJU ein “Kubikmeter-Würfel” im 1:1 Maßstab gebastelt, dessen leerer Raum mit Zutaten für je einen Rindfleisch- und einen Veggie-Burger befüllt wurde. (Im Ergebnis konnte mit dem einen Kubikmeter-Wasser folgende Mengen an Burgern produziert werden: entweder 1/3 Hamburger oder 4 Veggie-Burger.) Danke an das Madia-Team, dass wir die Räumlichkeiten und die Küche nutzen durften!
Nächsten Freitag sind wir in derselben Zusammensetzung zu Gast im Grünen Klassenzimmer der Ökolaube am Schlaatz, wo dieses Mal das gemeinsame Grillen “ohne Knochen” im Mittelpunkt stehen wird.

Kir/Val

Klimacamp bei Proschim: Ende Gelände für die Kohle

Keep it in the ground
Keep it in the ground – Kohle im Boden lassen
Burn borders not coal#
Burn borders not coal – Grenzen statt Kohle verbrennen
Camp
Start am Klimacamp

Hier zwei Kurzfilme von bzw. mit uns sowie zwei weitere Filme über Tag 1 auf dem Klimacamp, an dem wir den Start der “Ende Gelände”-Aktionen beobachten konnten (vgl. Fotos oben).

Klimareporter dokumentieren Ende Gelände 3min /  Auf dem Weg zum Klimacamp 13min / Leftvision 2min / graswurzel.tv 5min

Kir/Val

 

Ökofilmtour 2016: Kohlekritische Filme ausgezeichnet

Bei der Preisverleihung des 11. Festivals Ökofilmtour 2016 im Hans Otto Theater Potsdam waren auch Klimareporter im Publikum! Unter mehr als 50 Filmen wurden Preise in den Kategorien Zukunftsfilm, Naturfilm, Beste Künstlerische Leistung, Kinder- und Jugendfilm und Recherche, sowie der Publikumspreis vergeben. Darunter zwei kohlekritische Filme:

“Die Lüge vom Netzausbau” (Stephan Stuchlik, Kim Otto, ZDF Monitor, WDR 2014, 8min) gewinnt einen Preis für die beste journalistische Leistung: “Ohne Netzausbau – keine Energiewende. Aber mit Milliarden Euro bezahlen die Bürger zwei der drei Stromtrassen nur für die Kohleindustrie, die die CO2-Bilanz Deutschlands verschlechtert.” (ZDF)

“La Buena Vida – Das gute Leben” (Jens Schanze, ZDF/3Sat 2013-14)
“Jairo Fuentes, der junge Anführer der Dorfgemeinschaft von Tamaquito, lebt in den Wäldern im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Seit Jahrhunderten gehen sie in den Bergen auf die Jagd, sammeln Früchte und halten Hühner, Schafe und Rinder.
Doch die Lebensgrundlage der Wayúu-Gemeinschaft wird durch den Kohleabbau in der Mine «El-Cerrejón» zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft. Die Steinkohle wird in alle Welt exportiert. In Deutschland, England und Israel, in den Niederlanden, der Türkei, Japan und den USA produzieren die Kohlekraftwerke damit den Strom, der das Leben schnell, hell und warm macht.” (Film-Webseite)